| Sonnenuntergang am Airport |
| Die Nacht im Flughafen |
| 'posierender' Seehund |
Freitag, 11.11.11
Am Flughafen von Auckland auf Amaya, die gerade noch von einem anderen Trip zurückkam, wartend, geht die Sonne schlafen und wirft dabei ein rotes Licht auf den Airport und die Flugzeuge.
Nachdem wir durch die Sicherheitskontrollen hindurch waren und in das Flugzeug von der Kompanie 'Jetstar' eingestiegen sind, werden nun die Augen geschlossen - mit Musik im Ohr -, um sie eine Stunde und zehn Minuten später in Christchurch wieder zu öffnen.
Hier beginnt unser Abenteuer auf der Südinsel. .. Im wahrsten Sinne des Wortes. Unmittelbar: den Campingbus, den wir gebucht hatten, können wir erst am nächsten Morgen abholen. Denn zu der späten Stunde (22.00) hatte die Vermieterfirma natürlich schon geschlossen.
Also bemühen wir uns um eine Übernachtungsmöglichkeit in einem Hostel in der City. Vergeblich. Alles voll, oder schon unbesetzt... Nur ein Hotel hat was frei: für eine Nacht 250$ für ein Doppelzimmer. Toll. Ausgezeichnet! Nehmen wir... nicht. Viel zu teuer!
Schließlich resignieren fünf junge Leute von unterschiedlicher Nationalität und entschließen sich die Herausforderung, eine Nacht im Flughafen zu verbringen, anzunehmen.
Jedenfalls gabs ein gutes Abendessen zu kaufen.
Ein wenig ungemütlich und kurz fiel die Nacht dann aus, aber was solls. Ich würde sagen: überlebt!! ;D
Tag 2:
Samstag, 12.11.11
Um 7.00 morgens piept mein Uhrenwecker. Zeit zum aufbrechen.
Die Campervan-Vermieterfirma ist nicht weit. Fünf Minuten zu Fuß! Nach dem ganzen Procedere mit Versicherung, pla, pla, pla, gehts los. Der Van ist bereit, wir auch! Das Wetter ist trüb, doch das trübt uns nicht. Wir freuen uns auf die kommenden Erlebnisse!
Unser erstes Ziel ist Kaikoura, 160 Kilometer nördlich von Christchurch. Die Strecke ist sehr schön. Ein kleines gewundenes Sträßchen geht es durch die üppige Natur, an Seen und Wäldern vorbei. Wir passieren Berge, die komplett gelb sind. Aus der Ferne sieht es aus, wie etwas künstliches, etwas zum anbeißen vielleicht. Doch aus der Nähe erkennen wir den Grund der gelben Farben: kleine Büsche, mit leuchtend gelb blühenden Blüten. Sehr sehr schön!
Schließlich erreichen wir Kaikoura, doch auf Grund schlechten Wetters und hohen Wellengangs, sind für diesen Tag alle Bootstouren gecancelt. Also kein Whalewatching, und keine Delphine beobachten, wie vorgehabt. Macht nichts. Photos kann man trotzdem schießen :D
Also machen wir uns einigermaßen früh wieder auf, um in Richtung Lake Tekapo zu fahren. An der Küste entlang, die hohen Wellen mit ihren Schaumkronen beobachtend, sehen wir dann aber einige Autos stehen, sowie photografierende Leute. Wir halten und steigen aus. Und auf den Felsen liegen sechs große Seehunde faulenzend im Regen - na wie entspannend... Wie auch immer; sie scheinen photogen zu sein!!
Letztendlich doch noch wilde Wassertiere zu Gesicht bekommen. Ein guter Erfolg.
Rafael aus Brasilien, Alberto aus Spanien (fährt), Motoki aus Japan, Amaya auch aus Spanien, und ich, sitzen in unserem 'Backpackers'-Campervan und genießen unsere Ferien. Nachdem wir Christchurch wieder erreicht und dann hinter uns gelassen hatten, gehts Richtung Geraldine, wo wir uns nach einem Campingplatz umschauen wollen. Amaya erhält währendessen eine SMS von Freunden, die mit einer Reiseorganisation unterwegs sind, und bekommt die überraschende Nachricht, dass diese Reisegruppe dort auch campiert, sowie für die nächsten 1,5 Tage dieselben Ziele anstrebt. Also entschließen wir uns, uns ihnen anzuschließen. Mit Vielen machts mehr Spaß.
Tag 3:
Sonntag, 13.11.11
Nach einer guten Nacht auf einem Campingplatz etwas außerhalb von Geraldine (was mehr oder weniger ein großes Dorf ist) - also letztendlich in der Wildnis, machen wir uns zu einer nicht weit entfernten Raftingschule auf. Ein kleines, aber sehr feines Holzhaus steht dort. Acht Zimmer gibt es. Die Natur außenherum ist still und friedvoll. Hier wollen wir die andere Reisegruppe (namens 'flying Kiwi' [, was wahrscheinlich ironisch gemeint ist, denn Kiwis können nicht fliegen]) treffen. Nach einer kurzen Wanderung zu fünft, in die weite Natur dieses Landes, treffen wir die anderen, von einer Raftingtour zurückkehrend, endlich am Holzhaus. Amaya kennt schon einige, da sie einige Wochen zuvor mit dieser Gruppe unterwegs war. Wir anderen vier lernen aber neue nette Leute kennen. Überwiegend aus Großbritannien. Und zusammen (ein kleiner Campervan und ein großer Reisebus mit Anhänger - schaut aus wie Papa und Söhnchen) gehts los in Richtung Lake Tekapo und Lake Pukaki, am Rande der Southern Alps. Der Bus fährt voraus - Nein, er fährt nicht, er rast. Wir sind auf einer Landstraße und fahren zwischen 100 und 110 km/h. Unser Camper hat alle Mühe zu folgen. Und unsere Mägen haben alle Mühe nicht ihren Inhalt loszuwerden. :))
| Die berühmte kleine Kirche am Lake Tekapo |
Fortsetzung folgt...
Regards,
Christian
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