Am nächsten Morgen gings wieder früh los. Diesmal machte ich mich aber in Richtung Westen zum Darling Harbour auf. Am Hydepark vorbei und durch die schönen Straßen Sydneys. Ich brauchte nicht wirklich einen Stadtplan. Ich hatte mir die Richtung auf der Karte bereits angeschaut und so erkundete ich alles nach Gefühl.
Schließlich war ich angekommen. Eine schöne Bucht lag vor mir. Viele kleine Segelboote, auch größere Schiffe lagen dort im Becken. Auf der gegenüberliegenden Seite sah man ein großes modern aussehendes Gebäude, wo sich das Maritime Museum drin befand. Auch das Hard Rock Café war dort. Und rund um die kleine halbkreisförmige Hafenbucht fand man unzählige kleine Restaurants und Cafés. Die Menschen gingen spazieren, joggten oder saßen einfach nur auf einer Bank und genossen die Atmosphere. Ich wollte für diesen Vormittag allerdings in das "Sydney Aquarium".
Ein kleines Auqarium nach dem anderen folgte. Die verschiedensten und buntesten Fischarten konnte man entdecken. Eine Art, die mich am meisten verwunderte, war eine Schildkröte, die aber einen langen Hals wie eine Giraffe besaß. Das sah sehr ulkig aus und so blieb ich eine Weile vor dem Glaskasten stehen. Weiter ging es durch die Gänge mit Fischen, Seesternen, Seepferdchen, Unterwasserpflanzen, Pinguinen, kleinen Haien ... und am Schluss musste man durch gläserne Tunnel unter großen Wasserbecken hindurch. In dem Becken konnte ich große Haie, riesige Schildkröten, Unterseekühe und Megafische beobachten. Sie schwammen direkt über einem entlang und man fühlte sich, als wäre man mitten im Aquarium drin. Über dem Becken befand sich teilweise freier Himmel und als die Sonne ein wenig aus den Wolken hervorbrach, wurde das Wasser von den Sonnenstrahlen durchflutet, und man konnte das Träumen anfangen.
Nach einem guten fischigen Erlebnis hockte ich mich in eines der Restaurants und bestellte mir - ich hatte Lust drauf - einen großen, leckeren, gesunden Salat. Das Wetter war ziemlich schwül-warm und so entschied ich mich für was leichtes, erfrischendes. Der Salat hieß "Docks Ceasar Salad" und wurde als grüner Salat mit Hähnchen und Ei, dazu Schinkenstückchen, Fisch und kleine Knoblauch-Croutons in Mayonnaisensauce serviert. Ausgezeichnet! .. Gut gesättigt begab ich mich auf Erkundungstour an der Waterfront entlang und schließlich wieder in Richtung Innenstadt, zum Hügel des Sternen-Observatoriums.
Dort angekommen hatte ich einen super Blick auf die Weststadt und auch die Harbour-Bridge. Ich setzte mich ein wenig auf eine Bank, aß ein bisschen dunkle Schokolade und machte ein paar Photos.
Langsam fühlte ich mich leicht müde und so entschied ich mich in mein Hostel zurückzukehren.
..Ich lag auf meinem Bett und las alle möglichen Broschüren und Sydneyguides durch. Und schließlich entdeckte ich etwas cooles. Etwas sehr cooles! Wow. Und sofort war der Entschluss gefasst, dies zu unternehmen.. heute abend noch. Ich fragte die Elisa und Miko, ob sie mit mir mitkommen wollten. Leider hatte Miko etwas anderes vor und so waren wir dann nur zu zweit. Gegen 19.00 machten wir uns auf, wieder in Richtung Darling Harbour, um vor unserer Unternehmung noch gut Abendzuessen. Um 21.00 standen wir dann vor dem IMAX Sydney. Unsere Mission war die Mission Impossible. .. Äh, nein. Der Film hieß Mission Impossible. Ghost Protocol!! Das war aber nicht alles. Denn das eigentliche Highlight war das Kino selbst.
.. Wir kauften die Karten, gingen in den Kinosaal und befanden uns vor der größten verdammten Kinoleinwand der Erde!! So etwas habe ich noch nie gesehen. Mega beeindruckend. Das Filmformat ist zehnmal größer als üblich, projiziert in 15perforation/70mm film frame (wer damit was anfangen kann... ich nicht...), acht mal höhere Bildauflösung als bei herkömmlichen digital-Kino-Systemen, kristallklare Bilder, atemberaubende Eindrücke, mit digitalem Mega-Dolby-Surround-Sound und das alles auf gigantischen 29,4 auf 35,7 Metern Bildschirmfläche. Alter Falter!
Und dann gings los. Zuerst gab es noch eine Vorschau auf einen nächsten Batman-Film. Diese Sequenz dauerte vielleicht zwischen fünf und acht Minuten. Aber das reichte schon, um verdammt schweißnasse Hände und einen erhöhten Puls von der absoluten Spannung und Action zu bekommen. Und man fühlte sich wie direkt dabei. Direkt in der Szene dabei..
Mission Impossible 4. Die Filmkritiken fielen nicht gerade schlecht aus. Und es sollte tatsächlich eine ausgezeichnet guter Film werden.
... Tom Cruise alias Ethan Hunt klettert den Burj Khalifa hoch. Unter ihm gähnende Leere. Und in der Ferne zieht ein Sandsturm auf. Dann, ein Saughandschuh funktioniert nicht mehr. Er wirft in die Tiefe. Nur mit einem Handschuh, der in an dem Glas hält klettert er Stockwerk für Stockwerk hoch...
...Das Seil reicht nicht bis zu dem Fenster, wo seine Kollegen warten. Er muss sich was einfallen lassen. Lange kann er sich nicht mehr halten, irgendwo 600m über dem Boden. Das Seil haltend rennt er wie ein Artist um das Gebäude an der Glasfront herum, dreht um, nimmt ordentlich anlauf, nimmt das offene Fenster in Visier, lässt sein Seil los und springt. Doch er klatscht ein wenig zu hoch gegen die Scheibe und fällt. Sein Kollege hechtet zum Fenster, greift nach Ethans Bein, erwischt es, und hält ihn. Boah, verdammt Glück gehabt. ... Die Kinobesucher atmen auf, geben erleichterte Laute von sich, ob der immensen Spannung.
... Nach Einer Stunde und 20 Minuten ist das Spektakel vorbei. Klasse. Das war mit Sicherheit eines der Highlights hier in Sydney für mich.
Auch Elisa war mächtig beeindruckt. Und mit diesen Eindrücken schlender wir durch eine warme Nacht mit leichtem Nieselregen zurück zum Hostel.

Der nächste Morgen ist verhangen und leicht regnerisch. Ganz gut. Denn ich hatte vor, zwei Museen zu besichtigen, um dann am späten Nachtmittag wieder Richtung Flughafen aufzubrechen.
Miko, der ungefähr zur selben Zeit wie ich seinen Flug nach Bangkok hatte, folgte mir. So sahen wir uns zu zweit das Australian Museum an, mit Skeletten, ausgestopften Tieren, Aborigine-Kunst, Dinosauriern und anderen interessanten Dingen an, um danach ein Tour durch die Art Gallery of New South Wales zu machen.
Schließlich nahmen wir die sehr moderne und schöne U-Bahn zum International Airport und verabschiedeten und dort. Nach dem Check-in und allerlei Sachen, bummelte ich noch ein wenig durch die Dutyfree-shops, um die restlichen 3 Australien-Dollar-Münzen, die ich übrig hatte, los zu werden und langweilte mich dann am Gate, weil der Flug 45 Minuten Verspätung hatte.
Nach einen guten und sehr abenteuerreichen Wochenende kam ich dann um halb zwei Uhr Nachts in Auckland an, nahm den Air-Bus, stieg in der Hillsboroughroad aus, lief 10 Minuten zum Haus, und machte mich so leise wie möglich in Richtung meines Zimmers, um sofort ins Land der Träume abzutauchen.
.. Es war in der Tat ein starkes Wochenende. Schön, dass ich diese Stadt im Februar nocheinmal besuchen werde.
cheers,
Christian